Erforderliche Impfungen
Es empfehlen sich einige Impfungen um nach Ecuador zu
reisen, die jedoch auch grundsätzlich für andere
Länder als Standard zu empfehlen sind. Dies sollte
man bereits frühzeitig mit dem Hausarzt oder an einem
tropenmedizinischen Institut abklären, da einige
Impfungen schon einige Wochen vorher oder am besten schon
Monate vorher begonnen werden sollten. Gewöhnlich
reichen aber 6 Wochen vorher aus.
Mann sollte sich generell immer vorher über den aktuellen
Stand erkundigen, da gerade Impfbedingungen etc. sich
sehr schnell änderen können.
Die erforderlichen Impfungen für Ecuador sind Cholera
(diese Impfung ist nicht so stark im Schutz und kann gewisse
Nebenwirkungen hervorrufen). Jedoch die Impfung gegen
Tetanus und Diphterie sind sehr zu empfehlen, dies in
Deutschland übrigens auch. Mittlerweile gibt es den
Impfstoff bereits in einer Spritze zusammengefasst. Generell
eine und nach ungefähr 4 Wochen die nächste
und danach bis zu einem Jahr die folgende. Danach nur
alle 10 Jahre eine Auffrischimpfung.
Gegen Hepatitis A gibt es ebenfalls eine sehr gute Impfung
die auch 10 Jahre anhält. Wenn der Reisende plant
das Amazonasgebiet zu besuchen, muss er sich je nach Region
auch gegen Hepatitis B impfen. Auch sehr empfehlenswert
ist die Impfung gegen Kinderlähmung und dies nicht
nur für Kinder da dies Erwachsene genauso betreffen
kann, dies gilt auch für Deutschland.
Ausserdem empfiehlt sich eine Gelbfieberimpfung bei Reisen
in bestimmte Gebiete, fragen Sie im Tropeninstitut. Normalerweise
gibt es in Ecuador kaum Tollwut, dennoch empfiehlt sich
auch dagegen geimpft zu sein. Eine Thypusimpfung ist in
ganz Südamerika ratsam, besonders wenn man für
längere Zeit unterwegs ist. Es ist immer besser sich
zu schützen als später eine Krankheit zu haben.
Beschreibung der Krankheiten
Hepatitis A
Die plötzliche Entzündung der Leber,
verursacht durch den Virus A, bezeichnet man als Hepatitis
A. Dieser Virus kann von eine Person zur anderen durch
Nahrungsmittel und infiziertes Wasser übertragen
werden, gewöhnlich durch Kot. Dies ist der einzige
Typ von Hepatitis der auch auf Kinder übertragen
werden kann, wenn auch die Schmerzen bei Kindern wesentlich
geringer sind als bei Erwachsenen.
Die Symtome können am Anfang täuschen, da sie
sich in Unwohlsein wie Grippe oder Brechreiz, Erbrechen,
Appetitverlust, keine Lust zum Rauchen sowie Unterleibsschmerzen
auf der rechten Seite äussern. Man scheidet hellen
Kot und dunkles Urin aus. Manchmal können Gliederschmerzen
und Hautausschläge auftreten. Jedoch verschwinden
diese Anfangsbeschwerden innerhalb einiger Tage und die
Haut und Schleimhäute verfärben sich gelb weil
der Bilirubingehalt im Blut ansteigt da die entzündete
Leber dieses nicht mehr abbauen kann. Letztendlich nach
etwa drei Wochen verschwindet alles, mit Ausnahme der
Körperschwäche.
Hepatitis B
Hat die gleichen Symtome wie die Hepatitis A, jedoch ist
die Ansteckung hierbei durch infiziertes Blut. Die Hauptüberträger
sind Spritzen, schlecht sterilizierte Tätowierungs-
oder Akkupunkturnadeln und andere medizinische Hilfsmittel
sowie persönliche Artikel die mit dem infizierten
Blut Kontakt hatten. Aus diesem Grund ist eine Bluttransfusion
gefährlich, insbesondere wenn dieses nicht vorher
überprüft wurde. Drogenabhängige sind die
am meisten gefährdete Gruppe weil sie gewöhnlich
die Nadeln austauschen. Man sollte auch bedenken dass
der Fötus durch den Mutterkuchen der Mutter infiziert
werden kann. In einigen Fällen hat der Infizierte
keinerlei Symtome, infiziert jedoch andere weiter. Ausserdem
kann man sich durch sexuellen Kontakt infizieren. Obwohl
fast alle ohne bleibenden Schäden geheilt werden
können, gibt es Todesfälle die durch diesen
Virus verursacht wurden.
